Graues Haar ... | 11.03.2020

06. Schattenwanderer

Eine schmale, nur von wenigen Straßenlaternen beleuchtete Straße verschwindet in der Dämmerung zwischen hohen Hecken und Bäumen.
Angst lauert im Zwielicht der Schatten.

 

Schleichend leise, nicht zu sehen,
Doch hässlich, tödlich,
Will nicht gehen.
Schatten, Nebel, seine Welt
Augen - böse rötlich,
Deine Tage sind gezählt.

Von Tür zu Tür es stetig strebt
Durch das schützend Dunkel.
Niemand ihm entgegensteht.
Sucht die Schwachen, nicht die Starken,
Am Tage nur Gemunkel.
Keiner will drauf warten.

Angst beherrscht die Straßen,
Die den Wand'rer nährt -
Panik über alle Maßen.
Weiter zieht der Schatten hin
Nie zurückgekehrt.
Es bleibt die Furcht im Kopfe drin.