Graues Haar ... | 17.03.2020

08. Nur weg

Eine verängstigte Person kauert im fahlen Licht des Vollmondes in einem dunklen Wald und blickt panisch in die Düsternis.
So manche Beklemmung entsteht nicht erst im Dunkeln.

 

Der Kopf erwacht, die Augen öffnen sich,
Dennoch alles schwarz, Gedanken wirr.
Geschunden der Leib, dumpfer Schmerz
Das Dunkel durchsucht stetig der Blick,
Ein Lachen einsam und irr.
Viel zu schnell schlägt das Herz.

Hört die schweren Schritte nicht,
Die kommen mich zu holen.
Keinen Schein, kein Glimmen,
Nichts um mich sehe ich,
Kein Ton, nur Rauschen in den Ohren
Vom Blute, das nie wird gerinnen.

Plötzlich ist da neue Pein,
Nur Stöhnen verlässt mich zagend,
Fühl den Tod ganz nah bei mir.
Darf es endlich sein?
Will dies nicht mehr ertragen.
Endlich weg von hier!