83. Umbruch in das Chaos
In welch’ Zeit des Wahnsinns wir doch leben.
"Die Gedanken sind frei", dacht’ ich.
Kann es Solches wieder geben?
Kaum vorbei der Jahre neunzig,
Erneut das Drama nimmt den Lauf.
Die Warnung verhallt kaum vernommen.
Die es hörten, wurden laut,
Sind doch nicht entronnen.
Die Wahrheit verbogen von falschen Stimmen,
Rechte genommen, Reden verboten
Das Feuer im Herzen nur noch ein Glimmen,
Zu Asche zertreten durch des Chaos’ Boten.
Doch der Phoenix erhebt sich.
Zögerlich, doch unaufhaltsam,
Streift er die Ketten von sich
Nimmt das harte Los noch einmal an.
Sich zu wehren gegen Lügen,
Den Schwachen die Hand zu reichen,
Sich nicht für falschen Ruhm verbiegen,
Die eig’ne ewige Schuld begleichen.